Trinkflasche reinigen: Anleitung nach Material und Hausmittel

Eine Trinkflasche reinigen klingt nach einer Sache von zwei Minuten: Wasser rein, schütteln, fertig. Genau da beginnt aber das Problem. In Gewinden, Dichtungen und Mundstücken bleiben Reste von Saft, Tee oder Proteinshake hängen, und in einer feuchten, verschlossenen Flasche bildet sich schnell ein Belag, der riecht oder sogar schimmelt. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Routine und ein paar einfachen Hausmitteln bekommst du fast jede Flasche wieder sauber.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie oft eine gründliche Reinigung sinnvoll ist, wie du je nach Material vorgehst (Edelstahl, Kunststoff, Glas, Aluminium und Kupfer), welche Hausmittel wofür taugen und wo ihre Grenzen liegen. Außerdem geht es um Thermoskannen und die Spülmaschine, um Schimmel in Dichtungen, um Flaschen ohne Bürste und um einen einfachen Test, mit dem du selbst prüfst, ob deine Flasche wirklich sauber ist.

Zerlegte Trinkflasche mit Deckel, Dichtung und Flaschenbürste zum Trinkflasche reinigen an der Küchenspüle

Wie oft solltest du die Trinkflasche reinigen?

Die ehrliche Antwort hängt davon ab, was du einfüllst. Reines Leitungswasser ist am harmlosesten, trotzdem gelangen beim Trinken immer Speichel und Keime aus dem Mund an das Mundstück. Zucker, Milch, Fruchtstücke und Eiweiß sind dagegen ideale Nahrung für Bakterien und Hefen.

Inhalt Ausspülen Gründliche Reinigung
Wasser täglich mindestens 1–2 Mal pro Woche, Deckel öfter
Tee, Kaffee direkt nach dem Leeren alle 1–2 Tage
Saft, Schorle, Fruchtwasser direkt nach dem Leeren am selben Tag
Milch, Kakao, Proteinshake, Smoothie sofort sofort, möglichst nicht über Nacht stehen lassen

Eine einfache Faustregel: Alles außer Wasser gehört noch am selben Tag gründlich gereinigt.

Trinkflasche richtig reinigen: die Grundreinigung Schritt für Schritt

Egal aus welchem Material deine Flasche ist, die Grundreinigung folgt fast immer demselben Ablauf. Entscheidend ist, den Deckel zu zerlegen, denn dort sitzt in der Regel mehr Schmutz als in der Flasche.

  1. Flasche leeren und sofort mit warmem Wasser ausspülen, damit nichts antrocknet.
  2. Deckel zerlegen: Dichtungsringe, Mundstück, Strohhalm und Ventil abnehmen, soweit das ohne Werkzeug möglich ist.
  3. Warmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel einfüllen, verschließen und kräftig schütteln.
  4. Innenwand mit einer Flaschenbürste abbürsten, besonders Boden und Schulter unter dem Gewinde.
  5. Deckelteile, Gewinde und Dichtungen mit einer kleinen Bürste oder einer alten Zahnbürste reinigen.
  6. Alles gründlich mit klarem Wasser nachspülen, bis kein Schaum mehr zu sehen ist.
  7. Teile offen und getrennt trocknen lassen, Flasche kopfüber oder schräg auf ein Gitter stellen.

Diese Reinigung reicht im Alltag meistens aus. Hausmittel brauchst du vor allem bei Gerüchen, Verfärbungen und Kalk.

Edelstahlflasche reinigen: Kaffee, Tee und Geruch

Edelstahl ist innen glatt, nimmt kaum Gerüche an und verträgt die meisten Hausmittel. Deshalb lässt sich eine Trinkflasche aus Edelstahl in der Regel sehr gut sauber halten. Typische Probleme sind braune Ränder von Kaffee und Tee, weiße Kalkflecken und ein muffiger Geruch, wenn die Flasche feucht verschlossen war.

  • Kaffee- und Teeränder: 1–2 Teelöffel Natron mit warmem Wasser einfüllen, einige Stunden einwirken lassen, dann ausbürsten.
  • Kalk: Essigwasser oder gelöste Zitronensäure einfüllen, 30–60 Minuten wirken lassen, gründlich spülen.
  • Vorsicht: Keine Stahlwolle, keine Scheuermilch und keine chlorhaltigen Reiniger. Chlor kann Edelstahl angreifen und kleine Lochstellen verursachen.

Bei doppelwandigen Modellen wie einer doppelwandigen Edelstahl Trinkflasche gilt zusätzlich: Den Flaschenkörper nicht stundenlang komplett unter Wasser legen, wenn außen eine Lackierung oder Pulverbeschichtung ist. Es reicht, nur den Innenraum zu füllen.

Edelstahlflasche Geruch entfernen

Riecht die Flasche trotz Spülmittel muffig, sitzt der Geruch fast immer in der Dichtung oder im Deckel, nicht im Stahl. Nimm die Dichtung heraus und lege alle Deckelteile in warmes Wasser mit Natron oder mit einer Reinigungstablette. Den Flaschenkörper füllst du ebenfalls damit. Nach dem Spülen lässt du alles offen trocknen. Bleibt der Geruch in der Dichtung, lohnt sich ein Ersatz, sofern der Hersteller einen anbietet.

Edelstahlflasche Schimmel: was tun?

Dunkle Punkte sitzen bei Edelstahlflaschen meist am Gewinde, unter dem Dichtungsring oder im Trinkverschluss. Auf glattem Stahl lässt sich Schimmel in der Regel vollständig entfernen. Das genaue Vorgehen findest du unten im Abschnitt zu Schimmel.

Plastikflaschen reinigen: Kunststoff braucht Schonung

Kunststoff ist leicht, aber empfindlicher als Stahl oder Glas. Feine Kratzer halten Beläge fest, und manche Kunststoffe nehmen Gerüche und Farben an. Wer eine Plastik Trinkflasche reinigen will, sollte deshalb sanft vorgehen.

  • Weiche Flaschenbürste oder Schwammbürste nutzen, keine harten Borsten oder Scheuermittel.
  • Warmes, nicht kochendes Wasser verwenden, außer der Hersteller erlaubt ausdrücklich höhere Temperaturen.
  • Gegen Gerüche hilft Natron meist besser als Essig, weil Essig selbst einen Geruch hinterlassen kann.
  • Spülmaschine nur, wenn die Flasche als spülmaschinengeeignet gekennzeichnet ist, und dann im oberen Korb.

Bei einer Kunststoff Trinkflasche gilt: Ist die Innenseite stark zerkratzt, trüb oder bleibt ein Geruch trotz mehrfacher Reinigung, ist ein Austausch oft die sauberere Lösung. Wenn dir beim Material wichtig ist, worauf du achten solltest, findest du Modelle in der Kategorie BPA freie Trinkflasche.

PET Flasche reinigen und wiederverwenden?

Einweg-Flaschen aus PET sind für den einmaligen Gebrauch gedacht. Sie verformen sich bei heißem Wasser und lassen sich kaum bürsten. Lauwarm ausspülen geht kurzfristig, für den Alltag ist eine zerlegbare Mehrwegflasche besser.

Glasflasche richtig reinigen

Glas nimmt keine Gerüche an und zeigt sofort, ob die Flasche sauber ist. Eine Trinkflasche aus Glas verträgt in der Regel Natron, Essig und Reinigungstabletten problemlos. Viele Glasflaschen dürfen in die Spülmaschine, Schutzhüllen aus Silikon oder Neopren und Deckel mit Bambus solltest du aber vorher abnehmen und von Hand reinigen.

Wichtig ist der Temperaturwechsel: Gieße kein kochendes Wasser in eine kalte Glasflasche, außer sie ist ausdrücklich aus hitzebeständigem Borosilikatglas. Spanne die Flasche lieber mit warmem Wasser vor. Kalkränder entfernst du mit Essigwasser, Kaffeeränder mit Natron.

Aluflasche reinigen und Kupferflasche reinigen

Aluminiumflaschen sind innen fast immer beschichtet, damit das Getränk nicht direkt mit dem Metall in Kontakt kommt. Diese Beschichtung ist der empfindliche Punkt. Beim Alu Trinkflasche reinigen gilt deshalb: nur warmes Wasser, mildes Spülmittel und eine weiche Bürste. Verzichte auf Scheuermittel, Spülmaschine und stark saure oder alkalische Mittel wie Natron, denn Aluminium reagiert darauf, wenn die Beschichtung beschädigt ist. Ist die Innenbeschichtung abgeplatzt oder blasig, sollte die Flasche nicht mehr benutzt werden.

Kupferflaschen sind ein Sonderfall. Kupfer läuft mit der Zeit dunkel an, das ist eine Oxidschicht und kein Schmutz. Zum Kupferflasche reinigen eignet sich eine Mischung aus Zitronensaft oder Essig mit etwas Salz: Innen kurz einwirken lassen, schwenken, gründlich mit klarem Wasser spülen und sofort trocknen. Kupferflaschen sind in der Regel nur für Wasser gedacht. Säurehaltige Getränke wie Saft oder Limonade gehören nicht hinein, weil sie Kupfer aus der Wand lösen können. Auch eine Kupferkanne reinigen kannst du außen mit Zitrone und Salz, in die Spülmaschine gehört sie nicht.

Thermoskanne wird von Hand mit Flaschenbürste gereinigt, Deckel trocknet getrennt – Thermoskannen nicht in die Spülmaschine

Dürfen Thermoskannen in die Spülmaschine?

Meistens gilt: der Deckel vielleicht, der Kannenkörper eher nicht. Hitze und aggressives Spülmittel können Lackierungen und Beschichtungen vakuumisolierter Kannen angreifen, viele Hersteller raten deshalb zur Handwäsche. Entscheidend ist daher das Symbol oder der Hinweis in der Anleitung.

Teil Spülmaschine Empfehlung
Kannenkörper, vakuumisoliert meist nein Handwäsche mit Bürste, nur innen füllen
Deckel aus Kunststoff oft ja, oberer Korb vorher zerlegen, Dichtung separat
Dichtungsringe aus Silikon je nach Modell besser von Hand, verlieren sich sonst leicht
Ausgießer mit Druckknopf je nach Modell mehrmals mit heißem Wasser durchspülen

Das gilt auch für Thermobecher. Bei einer Thermoskanne ist die Öffnung meist groß genug für eine Bürste.

Wie reinigt man eine Thermoskanne von innen?

  1. Kanne mit heißem Wasser füllen, 2 Esslöffel Natron oder eine Reinigungstablette dazugeben.
  2. Deckel nur locker auflegen, nicht fest verschließen, und mehrere Stunden oder über Nacht einwirken lassen.
  3. Ausgießen, mit einer langen Flaschenbürste nachbürsten.
  4. Mehrmals klar ausspülen und offen trocknen lassen.

Gegen Kalk in Kannen für Tee oder heißes Wasser hilft Zitronensäure. Danach gut spülen, damit kein saurer Geschmack bleibt.

Reinigung Trinkflasche: Hausmittel im Vergleich

Hausmittel haben jeweils eine klare Stärke. Wähle nach dem Problem, nicht nach Gewohnheit.

Mittel Wirkt gut gegen Geeignet für Nicht geeignet / Vorsicht
Spülmittel Fett, frische Reste alle Materialien gründlich ausspülen
Natron Gerüche, Kaffee- und Teeränder Edelstahl, Glas, Kunststoff Aluminium, Kupfer
Essig / Essigessenz verdünnt Kalk, leichte Beläge Edelstahl, Glas, kurz bei Kupfer Gummidichtungen nicht lange einlegen, riecht selbst
Zitronensäure Kalk Edelstahl, Glas nicht mit heißem Wasser über 60 °C ansetzen
Reinigungstabletten / Gebissreiniger Verfärbungen, Beläge, Gerüche Edelstahl, Glas, Kunststoff Aluminium, Kupfer; gut nachspülen

Ein wichtiger Sicherheitshinweis: Natron und Essig nie zusammen in eine verschlossene Flasche geben. Die Mischung schäumt stark und bildet Kohlendioxid, das Druck aufbaut. Außerdem heben sich die beiden in ihrer Wirkung weitgehend auf. Essig oder säurehaltige Mittel auch nie mit chlorhaltigen Reinigern kombinieren.

Trinkflasche reinigen: Natron gegen Gerüche

Natron ist leicht alkalisch und bindet Gerüche. Für eine 0,5- bis 1-Liter-Flasche reichen 1–2 Teelöffel Natron in warmem Wasser. Offen oder locker verschlossen einige Stunden stehen lassen, danach ausbürsten und klar spülen. Bei angetrockneten Rändern hilft eine Paste aus Natron und wenig Wasser, die du mit der Bürste aufträgst.

Trinkflasche mit Essig reinigen

Essig löst Kalk und leichte mineralische Beläge. Mische Essig und Wasser etwa im Verhältnis 1:1 oder verwende verdünnte Essigessenz nach Packungsangabe. 30 Minuten bis einige Stunden einwirken lassen, dann mehrmals spülen, bis der Geruch weg ist. Für Silikondichtungen reicht eine kurze Einwirkzeit.

Reinigungstabletten für Trinkflaschen und Gebissreiniger

Reinigungstabletten für Trinkflaschen und Gebissreiniger arbeiten meist mit Sauerstoff, der beim Auflösen sprudelnd freigesetzt wird und Beläge sowie Verfärbungen löst. Tablette in warmem Wasser auflösen, Flasche offen stehen lassen, Einwirkzeit laut Packung einhalten und danach gründlich spülen. Gebissreiniger ist nicht für Trinkflaschen gedacht. Nutzt du ihn trotzdem, spüle besonders sorgfältig nach.

Flaschen reinigen ohne Bürste

Nicht jede Flasche hat eine Öffnung, durch die eine Bürste passt, und nicht jeder hat gerade eine zur Hand. Dann hilft ein Scheuermittel, das sich in der Flasche bewegt und Beläge mechanisch abträgt.

Flasche reinigen: Reis und Kugeln als Scheuerhilfe

  1. Zwei bis drei Esslöffel ungekochten Reis in die Flasche geben.
  2. Etwas warmes Wasser und einen Tropfen Spülmittel dazugeben, so dass die Flasche etwa zu einem Viertel gefüllt ist.
  3. Verschließen und 1–2 Minuten kräftig schütteln, dabei die Flasche drehen.
  4. Reis ausgießen und gründlich nachspülen, damit keine Körner im Gewinde hängen bleiben.

Statt Reis gibt es spezielle Reinigungskugeln aus Edelstahl, die du immer wieder verwenden kannst. Sie eignen sich für Glas und Edelstahl. Bei beschichteten Aluflaschen und bei Kunststoff sind sie wegen möglicher Kratzer nicht empfehlenswert, dort ist Reis die schonendere Variante. Bei sehr engen Hälsen lässt du vorher eine Reinigungstablette einwirken. So kannst du die Flasche von innen reinigen, ohne mit einer Bürste hineinzukommen.

Schimmel aus Trinkflasche entfernen

Schimmel entsteht, wenn Feuchtigkeit, Nährstoffreste und Zeit zusammenkommen, also typischerweise in einer Flasche, die nass verschlossen wurde. Am häufigsten betroffen sind Dichtungsringe, Ventile, Strohhalme und das Gewinde im Deckel.

  1. Flasche komplett zerlegen und alle Teile einzeln ansehen, auch unter dem Dichtungsring.
  2. Sichtbaren Belag mit heißem Spülwasser und Bürste mechanisch entfernen. Das ist der wichtigste Schritt.
  3. Alle Teile 30–60 Minuten in Essigwasser oder einer Lösung mit Reinigungstablette einlegen.
  4. Gründlich spülen und vollständig offen trocknen lassen.
  5. Nach dem Trocknen kontrollieren: Sind noch dunkle Punkte zu sehen?

Bleiben dunkle Flecken im Silikon oder Gummi zurück, ist der Schimmel ins Material eingewachsen. Dann hilft kein Reinigen mehr, die Dichtung sollte ersetzt werden. Zerkratzte Kunststoffflaschen mit Schimmel in Rillen ersetzt du besser ganz, Edelstahl und Glas lassen sich meist retten. Bei Kinderflaschen oder wenn jemand im Haushalt empfindlich reagiert, entscheide im Zweifel lieber für den Austausch der betroffenen Teile.

Sportflasche reinigen: Deckel, Ventil und Strohhalm

Sport- und Kinderflaschen haben die meisten Kleinteile: Push-Pull-Verschlüsse, Ventile aus Silikon, Strohhalme und Klappmundstücke. Bei einer Flasche mit Trinkhalm, etwa einer Edelstahl Trinkflasche mit Strohhalm, brauchst du eine dünne Strohhalmbürste, sonst bleibt das Innere des Halms ungereinigt.

  • Ventile abziehen und von beiden Seiten mit warmem Spülwasser durchspülen.
  • Strohhalm mit einer passenden Bürste durchziehen, danach mit Wasser durchspülen.
  • Bei einer weichen Fahrradflasche die Spüllösung mehrmals durch das Ventil drücken.
  • Bei Flaschen mit Fruchteinsatz das Sieb separat reinigen, dort hängen Fruchtfasern fest.

Praktischer im Alltag sind Modelle mit wenigen Einzelteilen. Eine einfache Trinkflasche mit Schraubverschluss ist in wenigen Sekunden zerlegt. Wer für Kinder auswählt, findet bei der Trinkflasche für Kinder Varianten mit unterschiedlichen Verschlüssen.

Deckel, Ventil und Strohhalm einer Sportflasche mit Strohhalmbürste und Natron – Sportflasche reinigen

Selbstreinigende Trinkflasche: was sie kann und was nicht

Als selbstreinigende Trinkflasche werden meist Modelle mit einer UV-C-Lampe im Deckel bezeichnet. UV-C-Licht kann Mikroorganismen auf Oberflächen abtöten, die direkt bestrahlt werden. Das hat klare Grenzen:

  • Das Licht erreicht keine Schattenzonen, etwa unter Dichtungen, im Gewinde oder hinter Belägen.
  • Es entfernt keine Rückstände. Kalk, Kaffeeränder oder ein Biofilm bleiben, wo sie sind.

Eine selbstreinigende Flasche kann also ergänzen, aber nicht ersetzen. Mechanische Reinigung mit Wasser, Spülmittel und Bürste bleibt die Grundlage, auch bei Flaschen mit UV-Funktion.

Flasche sauber bekommen? Der Kontrolltest zum Selbermachen

Ob deine Reinigung funktioniert, kannst du mit einfachen Mitteln selbst prüfen. Du brauchst eine Taschenlampe, ein Wattestäbchen, weißes Küchenpapier und warmes Wasser. Der Test ersetzt keine Keimmessung, zeigt aber, wo sich Schmutz versteckt.

Test So gehst du vor So liest du das Ergebnis
Lichttest Mit der Taschenlampe in die trockene Flasche leuchten, Boden und Schulter absuchen Ringe, Flecken oder ein matter Film: noch einmal mit Bürste oder Tablette reinigen
Wischtest Mit Wattestäbchen oder Küchenpapier fest über Gewinde, Dichtung und Mundstück wischen Braune, gelbe oder schwarze Spuren: Teil zerlegen und nachreinigen
Fühltest Mit dem Finger über die Innenwand und die Dichtung streichen Glitschig oder schmierig: Biofilm, intensiv bürsten
Geruchstest Flasche mit warmem Wasser füllen, 12 Stunden verschlossen stehen lassen, öffnen und riechen Neutral: sauber. Muffig oder säuerlich: Deckel und Dichtung prüfen
Geschmackstest Am nächsten Tag das Wasser aus dem Geruchstest probieren Fremder Geschmack: Natron-Behandlung wiederholen, dann neu testen

Mach den Test nach jeder Tiefenreinigung. So siehst du, welche Teile deiner Flasche besonders anfällig sind.

Wasserflasche reinigen ist nur die halbe Arbeit: richtig trocknen

Eine feucht verschlossene Flasche bietet Keimen ideale Bedingungen. Deshalb gilt: Flasche und Deckel immer getrennt und offen trocknen lassen, bevor du sie zusammenschraubst.

  • Flasche kopfüber auf ein Abtropfgitter stellen, damit Luft zirkulieren kann.
  • Dichtungen herausnehmen, damit auch die Rille darunter trocknet.
  • Bewahre die Flasche offen auf, wenn du sie einige Tage nicht nutzt.

Auch bei einer Sport Trinkflasche, die täglich im Rucksack landet, macht dieser letzte Schritt den größten Unterschied gegen Geruch und Schimmel.

Kurz zusammengefasst

  • Nach jedem Gebrauch ausspülen, gründlich reinigen: bei Wasser 1–2 Mal pro Woche, sonst am selben Tag.
  • Deckel, Dichtung, Ventil und Strohhalm sind die Problemzonen, nicht der Flaschenkörper.
  • Edelstahl und Glas vertragen die meisten Hausmittel, Kunststoff weiche Bürsten, Aluminium und Kupfer nur milde Mittel.
  • Natron hilft gegen Gerüche und Ränder, Essig und Zitronensäure gegen Kalk, Tabletten gegen Verfärbungen.
  • Thermoskannen und doppelwandige Flaschen meist von Hand reinigen, den Deckel je nach Modell in der Spülmaschine.
  • Schimmel im Silikon lässt sich nicht herauswaschen, dann die Dichtung ersetzen.
  • Immer getrennt und offen trocknen lassen.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man eine Trinkflasche reinigen?

Ausspülen solltest du die Flasche nach jedem Gebrauch. Nutzt du sie nur für Wasser, reicht eine gründliche Reinigung mit Bürste und Spülmittel ein- bis zweimal pro Woche, den Deckel reinigst du besser häufiger. Bei Saft, Tee, Milch oder Shakes ist eine gründliche Reinigung am selben Tag sinnvoll, weil Zucker und Eiweiß das Wachstum von Keimen fördern.

Kann man eine Thermoskanne in die Spülmaschine tun?

Das hängt vom Modell ab. Bei vakuumisolierten Kannen raten viele Hersteller für den Kannenkörper zur Handwäsche, weil Hitze und Spülmittel Lackierungen und Beschichtungen angreifen können. Deckel aus Kunststoff sind oft für den oberen Korb geeignet. Schau auf das Spülmaschinensymbol oder in die Anleitung. Fehlt der Hinweis, wasch die Kanne lieber von Hand.

Dürfen Thermobecher in die Spülmaschine?

Für Thermobecher gilt dasselbe wie für Thermoskannen. Der doppelwandige Becherkörper ist häufig nur für die Handwäsche gedacht, der Deckel kann je nach Modell in die Maschine. Wichtig ist, den Deckel vorher zu zerlegen, damit Wasser auch die Rillen und das Trinkloch erreicht. Danach alle Teile getrennt trocknen lassen, bevor du den Becher wieder zusammensetzt.

Wie werden Mehrwegflaschen gereinigt?

Mehrwegflaschen aus Glas oder Kunststoff, die du im Handel zurückgibst, werden in Abfüllbetrieben industriell gereinigt. Sie durchlaufen in der Regel heiße Laugenbäder, werden mehrfach gespült und anschließend automatisch auf Schäden und Rückstände kontrolliert. Flaschen, die die Prüfung nicht bestehen, werden aussortiert. Zu Hause reicht für deine Trinkflasche die Reinigung mit Bürste und Spülmittel.

Edelstahl Trinkflasche reinigen: Reicht Spülmittel?

Für die tägliche Reinigung reichen warmes Wasser, ein Tropfen Spülmittel und eine Flaschenbürste völlig aus. Hausmittel brauchst du nur bei Problemen: Natron bei Gerüchen und Kaffeerändern, Essig oder Zitronensäure bei Kalk. Vermeide chlorhaltige Reiniger, Stahlwolle und Scheuermilch, weil sie die Oberfläche angreifen oder zerkratzen können. Danach immer gut spülen und offen trocknen lassen.

Kunststoff Trinkflasche reinigen: Was tun bei Verfärbungen?

Verfärbungen durch Tee, Saft oder Sirup lassen sich bei Kunststoff oft mit Natron oder einer Reinigungstablette aufhellen. Einige Stunden einwirken lassen, dann weich ausbürsten. Ganz verschwinden sie nicht immer, weil manche Kunststoffe Farbstoffe aufnehmen. Eine leichte Verfärbung ist in der Regel ein optisches Problem. Ist die Flasche zusätzlich zerkratzt, trüb oder riecht dauerhaft, ist ein Austausch sinnvoll.

Kann man Schimmel aus Flasche entfernen oder muss sie weg?

Von glatten Flächen aus Edelstahl oder Glas lässt sich Schimmel in der Regel vollständig entfernen: zerlegen, heiß und mit Bürste reinigen, mit Essigwasser oder Reinigungstablette nachbehandeln, gut trocknen. Bleiben dunkle Punkte in Silikondichtungen oder in Kratzern von Kunststoff, ist der Schimmel ins Material eingedrungen. Dann solltest du die Dichtung beziehungsweise die Flasche ersetzen.


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